In Zeiten wie diesen, wo keiner mehr etwas hören will von unsicheren Jobs, kollabierenden Finanzmärkten, platzenden Blasen, Kurzarbeiten und Langarbeitslosigkeit. Da wächst die Lust auf Freiheit. Carola Kilga vom Poolbar Festival hat es gut auf den Punkt gebracht, mehr nach dem Falz.
Ach ja: Unser Design ist in den Navajo Times. Hier ein Scan des Artikels
Die grafische Linie des 16. poolbar-Festivals tritt der allgegenwärtigen Wirtschaftskrise mit Wild-West-Romantik entgegen, denn das Feldkircher Designbüro Wohnzimmer, erst vor kurzem für die letztjährige poolbar-Festival-Kampagne mit dem Vorarlberger Werbepreis AdWin ausgezeichnet, hat eine ganz eigene Krisenintervention entwickelt.
Im westlichen Leben stolpert jede/r öfter als gewünscht über das inflationär gebrauchte Zitat „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“ Bei allem Pathos, aller Abgedroschenheit: Diese Weissagung der Cree, einem Indianervolk Nordamerikas, ist aktuell wie eh und je. Und sie bildet die Grundlage der grafischen poolbar-Linie 2009. Wegen der Besiedelung des amerikanischen Kontinents durch unzählige EuropäerInnen wurden die Cree und viele weitere Indianerstämme in eine Situation gebracht, die man durchaus auch als Wirtschaftskrise bezeichnen kann, wenn die unfassbare Dezimierung der Büffel und das Zurückdrängen der First Nations, wie zB die Cree es sind, in Reservate greifbarer erscheint als Immobilienspekulationen und Hedge Fonds.
– Carola Kilga






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Kommentare:
Wie immer sehr cool gemacht. Congratulations.
Ist das ein Wüstenbusch hinter dem linken Plakat?
Dieser Busch ist ein sogenanntes Tumbleweed, richtig erkannt. Es rollte vor einem Monat in unser Büro, und in voraussichtlich drei Monaten wird der Wind es wieder fort treiben. Mehr dazu unter http://en.wikipedia.org/wiki/Tumbleweed